Bunker im Zweiten Weltkrieg erfüllten unterschiedliche Aufgaben: Sie schützten Menschen, dienten militärischen Stellungen oder sicherten wichtige Einrichtungen. Ein öffentlicher Luftschutzbunker ist deshalb anders einzuordnen als eine befestigte Kampfanlage.
Schutz der Bevölkerung und militärische Nutzung
Die Unterscheidung der Bauaufgabe steht am Anfang jeder Recherche. Wer durfte die Anlage nutzen? Was sollte geschützt werden? Welche Stelle plante, baute und betrieb sie? Solche Fragen verhindern, dass sehr verschiedene Anlagen unter einem einheitlichen Bunkerbild verschwinden.
Das Bauprogramm von 1940
Das am 10. Oktober 1940 verkündete sogenannte „Führer-Sofortprogramm“ sah Luftschutzbunker in bedrohten Städten vor. Das Bundesarchiv ordnet dieses Programm in die Geschichte des baulichen Luftschutzes ein. Die NS-Bezeichnung ist dabei ein historischer Quellenbegriff.
Bunkerbau im Kontext der NS-Herrschaft
Die Schutzfunktion einzelner Gebäude darf den Zusammenhang mit dem von Deutschland begonnenen Krieg nicht verdecken. Für ein konkretes Bauprojekt gehören auch Arbeitsbedingungen, eingesetzte Arbeitskräfte und mögliche Zwangsarbeit zur historischen Untersuchung. Solche Aussagen müssen am jeweiligen Ort belegt werden.
Vom Überblick zum konkreten Bauwerk
Am Beispiel des 1941 errichteten Bunkers A8 lassen sich Baugeschichte und heutiger Museumsbesuch verbinden. Weiterführend sind Luftschutzbunker, Luftkrieg und Alltag im Schutzraum.
