Mit Luftschutzgepäck sind Gegenstände gemeint, die Menschen für den Aufenthalt in einem Schutzraum bereithielten oder bei Alarm mitnahmen. Eine einzige, überall tatsächlich verwendete Packliste lässt sich daraus nicht ableiten.
Vorgabe und persönlicher Bedarf
Bei der Frage „Was nahm man mit?“ muss zwischen zeitgenössischen Empfehlungen und belegten persönlichen Gepäckstücken unterschieden werden. Eine behördliche Liste zeigt eine Planung. Ein erhaltenes Gepäckstück oder eine Erinnerung kann zeigen, was eine bestimmte Person tatsächlich bei sich hatte. Beides beantwortet unterschiedliche Fragen.
Wie lässt sich ein Objekt untersuchen?
Für eine Tasche, ein Dokument oder einen Alltagsgegenstand sind Herkunft, Datierung und überlieferter Zusammenhang entscheidend. Wer besaß ihn? Gibt es Fotos, Beschriftungen oder einen begleitenden Bericht? Ohne diese Angaben sollte ein Museumsobjekt nicht als Beweis für das Verhalten aller Menschen dargestellt werden.
Vom historischen Gepäck zur heutigen Vorsorge
Die organisatorische Frage bleibt verständlich: Was muss bei einem unerwarteten Verlassen der Wohnung schnell erreichbar sein? Heutige Empfehlungen dürfen jedoch nicht rückwirkend als historische Packliste ausgegeben werden. Unser eigenständiger Artikel zu Notgepäck und Dokumentenmappe nach BBK behandelt die aktuelle Vorbereitung.
Zusammenhänge im Wiki
Der historische Rahmen wird in Luftschutz und Leben im Luftschutzbunker erläutert. Für Familien stellt sich zusätzlich die Frage, wie Kinder und Angehörige den Alarm erlebten.
