Luftschutzhilfsdienst: Zivilschutz nach 1945

Herausgeber: Deutsches Bunkermuseum Schweinfurt · Aktualisiert am

Der Luftschutzhilfsdienst, kurz LSHD, war eine Organisation des westdeutschen Zivilschutzes im Kalten Krieg. Seine Geschichte gehört zur Vorbereitung staatlicher Hilfe für die Zivilbevölkerung im Verteidigungsfall.

Warum entstand erneut eine Luftschutzorganisation?

Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderten die Teilung Deutschlands und der Ost-West-Konflikt die Sicherheitsplanung. Die Möglichkeit eines neuen Krieges wurde nun zusammen mit der Bedrohung durch Kernwaffen diskutiert. Schutzräume allein hätten für die Versorgung der Bevölkerung nicht ausgereicht: Hilfe musste organisiert, Personal ausgebildet und Material bereitgestellt werden.

Einordnung statt Gleichsetzung

Der LSHD ist vom nationalsozialistischen Reichsluftschutzbund zu unterscheiden. Trotz des Wortbestandteils „Luftschutz“ gehören beide in andere staatliche und historische Zusammenhänge. Ebenso ist der LSHD keine heutige Behörde. Die Reform des Katastrophenschutzes von 1968 führte zu seiner Auflösung und einer anderen Organisation der Aufgaben.

Was erzählen Ausrüstungsgegenstände?

Eine Kennzeichnung mit „LSHD“ hilft, ein Objekt zeitlich und organisatorisch einzuordnen. Sie erklärt aber nicht automatisch, wo es eingesetzt wurde. Für eine genaue Zuordnung sind Beschriftungen, Inventarnummern, Herstellerangaben und überlieferte Unterlagen gemeinsam zu betrachten.

Weiterführend sind Kalter Krieg, Technisches Hilfswerk und die Übersicht zur heutigen Notfallvorsorge.

Quellen und weiterführende Informationen

Zur Übersicht im Bunker-Wiki ↗

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