Ein Bunker ist ein besonders widerstandsfähig gebauter Schutzbau. Er soll Menschen, technische Einrichtungen oder Material vor bestimmten äußeren Einwirkungen schützen. Welche Schutzwirkung gemeint ist, hängt von Bauart, Ausstattung und Entstehungszeit ab.
Der Begriff beschreibt nicht nur einen Bautyp
Bunker können militärischen Aufgaben oder dem Schutz der Zivilbevölkerung dienen. Ein Kampfstand, ein geschützter Befehlsraum und ein öffentlicher Luftschutzbunker erfüllen unterschiedliche Zwecke. Deshalb genügt das Wort „Bunker“ allein nicht, um ein Bauwerk historisch einzuordnen.
Hochbunker, Tiefbunker und Luftschutzbunker
- Hochbunker liegen überwiegend über der Erde.
- Tiefbunker liegen überwiegend unter der Erde.
- Luftschutzbunker sind durch ihren Zweck bestimmt: Sie sollten Menschen bei Luftangriffen schützen. Sie können ober- oder unterirdisch gebaut sein.
- Die Bezeichnung Atombunker verweist auf ein Schutzkonzept des Atomzeitalters, nicht auf eine eigene geometrische Bauform.
Ein Keller ist nicht automatisch ein Bunker
Ein gewöhnlicher Hauskeller und ein eigens konstruierter Schutzbau sind nicht gleichzusetzen. Für eine Bewertung müssen unter anderem Tragwerk, Öffnungen, Zugänge, Luftversorgung und baulicher Zustand betrachtet werden. Auch ein historisch als Bunker bezeichnetes Gebäude ist deshalb nicht automatisch ein heute einsatzbereiter Schutzraum.
Ein Gebäude, mehrere Epochen
Am Fichtel-und-Sachs-Bunker in Schweinfurt lässt sich der Wandel solcher Bauwerke nachvollziehen: vom Luftschutzbau über die spätere Zivilschutzgeschichte bis zum heutigen Museum. Diese zeitlichen Schichten sollte man bei jeder Bunkerbesichtigung auseinanderhalten.
