Reichsluftschutzbund (RLB)

Der Reichluftschutzbund (RLB) war ein Bund aus zwei Luftschutzvereinen, der 1933 von Hermann Göring gegründet wurde. Rund 15 Millionen Mitglieder waren im RLB organisiert. Dieser sehr wichtige Bund verfügte über ein enges Netz an Luftschutzwarten. Diese hatten neben der praktischen und psychologischen Vorbereitung auf einen Luftkrieg die Aufgabe, zum Selbstschutz der Bevölkerung während und nach Luftangriffen anzuleiten. Auch polizeiliche Aufgaben hatte der Bund inne. Meist stellte der RLB zum Betrieb der Bunker (Hochbunker und Tiefbunker) ausgebildetes Personal. Ein Museumsbunker ist in Schweinfurt der Fichtel und Sachs Bunker an der Ernst Sachs Straße. Er ist ein privat betriebenes Bunkermuseum. Für Gruppen werden hier das ganze Jahr über Erlebnisführungen angeboten. Jung und alt sind beeindruckt, wenn sie den Bunker besichtigen. Das Deutsches Bunkermuseum ist eine wichtige Sehenswürdigkeit in Schweinfurt. Hier erfahren die Besucher, was Adolf Hitler für den Zivilschutz unternommen hat (Führer Sofortprogramm). Während dieses gigantischen Bauprogramms wurden nahezu zeitgleich ab 1940 rund 3.000 Hochbunker – neben den Gefechtsbunkern am Atlantikwall – gebaut. Die Mauern des Fichtel und Sachs Bunker sind aus drei Meter dickem Stahlbeton. Seit der Zeit des Kalter Krieg diente er als Atombunker für einen eventuellen Atomkrieg.

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