Medizintechnik-Spezialist Getinge spendet OP-Tisch

Deutsches Bunkermuseum wächst stetig

Große Freude beim Team des Deutschen Bunkermuseums in Schweinfurt: Seit kurzem steht wieder genau der OP-Tisch aus der Zeit des Kalten Kriegs im Sanitätsraum, der einer Entrümpelungsaktion der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vor dem Verkauf des Fichtel-und-Sachs-Bunkers an die heutigen Eigentümer zum Opfer fiel. „Durch einen glücklichen Zufall haben wir Kontakt zum Hersteller knüpfen können“, erklärt Nils Brennecke, Eigentümer und Betreiber des Museums. „Der voll mechanische Maquet Velox OP-Tisch wurde im Rahmen der Wiedernutzbarmachung des Bunkers in der Zeit des Kalten Kriegs hier aufgestellt. Freundlicherweise hat uns die Firma Getinge, die sich mit der Firma Maquet unter der gemeinsamen Dachmarke Getinge zusammengeschlossen hat,  den Tisch als Exponat für unsere Ausstellung zur Verfügung gestellt.“

Getinge ist mit 10.000 Mitarbeitern weltweit einer der führenden Anbieter für innovative Produkte und Lösungen im Gesundheitswesen.

Nach den Worten von Eigentümer und Kurator Nils Brennecke konnte mit dieser Sachspende ein wertvolles Puzzleteil in die große Ausstellung eingefügt werden.

Das Deutsche Bunkermuseum in Schweinfurt zeigt die größte Ausstellung zum Luftschutz während des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Kriegs in einem Hochbunker. Das Museum wird von den Eheleuten Nils und Petra Brennecke ehrenamtlich und ohne öffentliche Förderung betrieben. Die Arbeit gegen das Vergessen leisten die beiden ausschließlich in ihrer Freizeit. Die Erlebnisführung für Gruppen mit bis zu 40 Teilnehmern dauert rund 90 Minuten.

Der Hochbunker A8, so die offizielle Bezeichnung, wurde 1941 für 1.022 Menschen gebaut. Allerdings drängten sich in dem sechsgeschossigen Schutzbau, das drei Meter dicke Außenmauern hat, bis zu 1.800 Menschen während der verheerenden Bombenangriffe auf die unterfränkische Industriestadt Schweinfurt.